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Betreuung ist mehr wert!
Was wäre unsere Gesellschaft ohne Menschen, die für andere da sind? In Erziehung und Pflege etwa leisten viele Außerordentliches. Dafür verdienen sie unsere höchste Wertschätzung. Fakt ist aber: Fast jede Arbeit wird besser bezahlt als der Dienst am Menschen. Die staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen der betreuenden Berufe sind mangelhaft. Gemeinsam mit Ihnen will ich sie verbessern. Dafür werbe ich mit meiner Kampagne "Betreuung ist mehr wert!".

 

 

 

 

Besuch in Zirndorf


(18. Dezember 2013)
Heute hatte ich zusammen mit meinen Kollegen des Arbeitskreises Sozialpolitik und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher einen interessanten und sehr bewegenden Termin in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung (ZAE) für Asylbewerber in Zirndorf. Hier leben aktuell etwa 1000 Asylbewerber mit ihren Kindern auf engstem Raum, und jeden Tag kommen neue Menschen hinzu. Die Raum- und Personalprobleme in Zirndorf werden immer größer, denn die Zahl der Asylbewerber hat sich in den vergangenen fünf Jahren etwa versechsfacht. Gerade von Seiten der Politik gibt es noch viel zu tun! Ich danke dem Leiter der ZAE für den Einblick in die Einrichtung und spreche den Mitarbeitern vor Ort meinen Respekt dafür aus, dass sie jeden Tag aus Neue versuchen, die Situation im Interesse der Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten. Dennoch ist die Lage insgesamt menschenunwürdig. Die bayerische Sozialministerin muss ihre Ankündigung vom Oktober nun schnellstmöglich wahr machen und mindestens eine dritte Erstaufnahmeeinrichtung realisieren. Leider ist bis heute noch kein entsprechendes Signal bei den Verantwortlichen in Zirndorf eingegangen.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Sozialpolitik und der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher im Gespräch mit Dr. Thomas Bauer, Regierungspräsident von Mittelfranken, und Werner Staritz, Leiter der Zentralen Erstaufnahme-Einrichtung (ZAE) Zirndorf vor den Wohneinheiten, die im letzten Winter aufgrund der Überfüllung der Einrichtung zusätzlich aufgestellt wurden.

Beim Rundgang durch die Einrichtung besuchten wir auch den Kindergarten der ZAE. Hier können die Kinder der Asylbewerber jeden Tag für zweieinhalb Stunden lachen, Lieder singen, spielen und Deutsch lernen. Bisher besuchten im Jahr 2013 etwa 870 Kinder den Kindergarten – das sind etwa dreimal mehr als noch im Jahr 2010. Die Leiterin des Kindergartens braucht dringend mehr Räume und mehr Personal, um allen Kindern ein paar Stunden Betreuung täglich anbieten zu können. Leider müssen derzeit viele abgewiesen werden. Das ist schade, denn die Kinder könnten in dieser Zeit erste Sprachkenntnisse erwerben und im Spiel Erlebtes verarbeiten.

Im Hintergrund eine Garage mit 90 Not-Betten, die im Moment jede Nacht zum Einsatz kommen. Asylbewerber kommen in Zirndorf an, schlafen dann eine Nacht in dieser Garage und können dann am nächsten Tag nach Anmeldung in der Erstaufnahme-Einrichtung (hoffentlich) in ein reguläres Bett wechseln. Auch Vertreter der Sozialdienste, die sich um die Menschen in der ZAE kümmern, beklagen die Raumnot und das fehlende, langfristig einsetzbare Personal sowie den zunehmenden Druck durch steigende Asylbewerberzahlen. Zudem fordern sie den Zugang zu Schulbildung von Beginn an, sowie eine bessere ärztliche Versorgung der meist traumatisierten Asylbewerber.

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