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Betreuung ist mehr wert!
Was wäre unsere Gesellschaft ohne Menschen, die für andere da sind? In Erziehung und Pflege etwa leisten viele Außerordentliches. Dafür verdienen sie unsere höchste Wertschätzung. Fakt ist aber: Fast jede Arbeit wird besser bezahlt als der Dienst am Menschen. Die staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen der betreuenden Berufe sind mangelhaft. Gemeinsam mit Ihnen will ich sie verbessern. Dafür werbe ich mit meiner Kampagne "Betreuung ist mehr wert!".

 

 

 

 

Beste Bildung von Anfang an - erster Aufschlag für bestmögliche frühkindliche Bildung und Betreuung


(12. Juni 2014)

In der vergangenen Woche habe ich ein Antragspaket zur frühkindlichen Bildung und Betreuung in den Landtag eingebracht und mit Prof. Bernhard Kalicki vom Deutschen Jugendinstitut in der SPD-Fraktion zum Thema diskutiert. 


In den sieben Anträge aus dem Paket "Beste Bildung von Anfang an" fordere ich gemeinsam mit meiner Fraktion eine bessere finanzielle Förderung der frühkindlichen Bildung durch den Freistaat sowie Verbesserungen der Rahmenbedingungen für das pädagogische Personal und die Einrichtungsleitungen, um so eine Verbesserung der Qualität der Kinderbildung und -betreuung zu erreichen. Es ist dringend an der Zeit, dass Kindertageseinrichtungen endlich mit angemessenen personellen und finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um eine hochwertige Bildungs- und Betreuungsarbeit leisten zu können und die Kinder von Anfang an individuell nach ihren Bedürfnissen und Begabungen in ihrer Entwikcklung begleiten zu können. Die SPD-Landtagsfraktion fordert daher:

  • Die Verbesserung des förderrelevanten Anstellungsschlüssels auf 1:10,
  • eine transparente und angemessene Berechnung des Basiswerts,
  • die Anhebung und Verbesserung der Gewichtungsfaktoren als Grundlage der staatlichen Förderung,
  • die Festlegung verbindlicher mittelbarer pädagogischer Arbeitszeit,
  • die (anteilige) Freistellung der Einrichtungsleitung,
  • die Öffnung der Kindertageseinrichtungen für Fachkräfte anderer Professionen und
  • die Ermöglichung alternativer Ausbildungsmodelle, um den Fachkräftemangel zu beheben.

Über diese Anträge wurde in der Sitzung des Sozialausschusses am 5. Juni diskutiert. Leider vertrat die CSU-Fraktion die Ansicht, dass die von uns geforderten Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung gleichzusetzen seien mit einer Entwicklung von Kindertageseinrichtungen hin zu "Lernfabriken": In den bayerischen Kindertageseinrichtungen sei alles zur höchsten Zufriedenheit der Kinder und der pädagogisch Tätigen organisiert, daher sei es nicht nötig, die Qualitätsentwicklung im geforderten Übermaß voranzutreiben - so die Kollegen aus der CSU-Fraktion. In der Diskussion wurde leider deutlich, dass ihre Vorstellung in keinster Weise der Vorstellung von einer angemessenen und dringend notwendigen Weiterentwicklung des frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsbereichs gerecht wird!

Aus zeitlichen Gründen blieb es bei einer Grundsatzdiskussion zwischen den Fraktionen. Die Anträge selbst werden voraussichtlich in der Ausschusssitzung am 10. Juli im Detail beraten und abgestimmt.

Selbstverständlich sind die genannten Forderungen lediglich ein erster Aufschlag, denn es gibt im Bereich der frühkindlichen Bildung und Betreuung noch einiges zu tun. Die Staatsregierung muss unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Rahmenbedingungen für das fachpädagogische Personal zu verbessern, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und das Berufsfeld insgesamt attraktiver zu gestalten. Nur dann können wir allen Kindern in Bayern eine bestmögliche Bildung, Betreuung und Erziehung zukommen lassen!

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