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Betreuung ist mehr wert!
Was wäre unsere Gesellschaft ohne Menschen, die für andere da sind? In Erziehung und Pflege etwa leisten viele Außerordentliches. Dafür verdienen sie unsere höchste Wertschätzung. Fakt ist aber: Fast jede Arbeit wird besser bezahlt als der Dienst am Menschen. Die staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen der betreuenden Berufe sind mangelhaft. Gemeinsam mit Ihnen will ich sie verbessern. Dafür werbe ich mit meiner Kampagne "Betreuung ist mehr wert!".

 

 

 

 

Starke Wochen für die frühkindliche Bildung


(24. Juli 2014)

In den vergangenen beiden Wochen war ich zum Themenkomplex frühkindliche Bildung und Betreuung zum einen im Landtag, zum anderen in mehreren bayerischen Städten unterwegs.

Im Landtag wurden in der letzten Sozialausschuss-Sitzung vor der Sommerpause die sieben Anträge aus dem Antragspaket "Beste Bildung von Anfang an!" beraten. Ziel der Anträge waren eine bessere finanzielle Förderung, eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für das pädagogische Personal und der Einrichtungsleitungen, und somit eine Verbesserung der Qualität ingesamt. Leider hat die CSU-Fraktion den Großteil der Anträge aufgrund der zu erwartenden Kosten und des akuten Fachkräftemangels abgelehnt: Die Forderungen der SPD-Fraktion - wie beispielsweise die Freistellung der Einrichtungsleitungen und die Festlegung und Refinanzierung pädagogischer Arbeitszeiten - seien aufgrund fehlender Fachkräfte nicht praxistauglich und würden die Einrichtungen zusätzlich belasten. Diese Entscheidung der CSU-Fraktion ist äußerst bedauerlich, da sie offenbar die Augen vor dem dringend Notwendigen verschließt!

Einen kleinen Erfolg konnte die SPD-Fraktion mit dem letzten Antrag erzielen: Der Ausschuss stimmte einstimmig für eine Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten zur Erzieherin / zum Erzieher. In einem ersten Schritt sollen nun die möglichen Rahmenbedingungen für eine modellhafte Erprobung einer praxisintegrierten und vergüteten Erzieherausbildung geprüft und entsprechend eine Ausbildungsmöglichkeit konzipiert werden. Vorbild soll die praxisintegrierte Ausbildung in Baden-Württemberg sein, die mit dieser Struktur große Erfolge verzeichnen konnte. Ich freue mich sehr, dass mit diesem Antrag eine wirkungsvolle Maßnahme gegen den Fachkräftemangel ergriffen wurde und hoffe, dass baldmöglichst auch in Bayern interessierten Frauen und Männern eine solche Ausbildungsmöglichkeit offen steht!

Im Landtag durfte ich zudem gemeinsam mit meiner Kollegin Margit Wild mit 50 Schülerinnen und Schülern der Fachakademie für Sozialpädagogik in Regensburg über ihre Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher diskutieren. Der Austausch mit ihnen hat mich sehr gefreut - ihre Anregungen zur Verbesserung der Ausbildungssituation nehme ich gerne in meine Arbeit im Landtag auf.


Außerhalb des Landtags habe ich in Mittel- und Oberfranken mehrere Gespräche zur Kindertagesbetreuung geführt: In Uffenheim lag der Schwerpunkt auf der in Mittelfranken nach wie vor unzureichend durch den Bezirk unterstützten Inklusion in den integrativen Kindertageseinrichtungen. Gemeinsam mit meinem Landtags-Kollegen Harry Scheuenstuhl konnte ich mich vor Ort mit betroffenen Einrichtungen und engagierten Kräften aus den Kitas zu diesem wichtigen Thema austauschen. Wenn Ministerpräsident Seehofer sein Ziel eines barrierefreien Bayerns im Jahr 2023 realisieren möchte, müssen dringend die notwendigen Weichen richtig gestellt werden!


In Oberfranken besuchte ich mit meiner Kollegin Susann Biedefeld eine Großtagespflege-Stelle und tauschte mich mit Tagespflegekräften aus Lichtenfels und dem Raum Bamberg aus. In der Großtagespflege schließen sich mehrere Personen zusammen und betreuen die Kinder in geeigneten Räumlichkeiten. Dabei haben die Tagesmütter und -väter jedoch mit einer geringen - und von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich geregelten - Entlohnung sowie mit völlig unzureichenden Rahmenbedingungen zu kämpfen. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf, für einheitliche und angemessene Rahmenbedingungen zu sorgen!


Am späten Nachmittag informierte ich mich in einer Einrichtung in Coburg über die praktische Umsetzung des Bundesprojekts "Frühe Chance - Sprache und Integration" und konnte mich im Gespräch mit Einrichtungsleitung und Fachkräften von der wertvollen Arbeit für die sprachliche Entwicklung der Kleinsten im AWO-Haus überzeugen. Es freut mich sehr, dass dieses wertvolle Projekt auf Bundesebene fortgesetzt werden wird! Am Abend konnte ich mich dann mit zahlreichen Vertretern fränkischer Einrichtungen, mit Bürgermeistern und Trägervertretern über notwendige Verbesserungen in der frühkindlichen Bildung und Betreuung austauschen. Die zahlreichen Anregungen aus all diesen Gesprächen werde ich, zusammen mit den abgelehnten Forderungen aus dem Antragspaket, auch nach der Sommerpause des Landtags wieder in die parlamentarische Diskussion einbringen!

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