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Betreuung ist mehr wert!
Was wäre unsere Gesellschaft ohne Menschen, die für andere da sind? In Erziehung und Pflege etwa leisten viele Außerordentliches. Dafür verdienen sie unsere höchste Wertschätzung. Fakt ist aber: Fast jede Arbeit wird besser bezahlt als der Dienst am Menschen. Die staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen der betreuenden Berufe sind mangelhaft. Gemeinsam mit Ihnen will ich sie verbessern. Dafür werbe ich mit meiner Kampagne "Betreuung ist mehr wert!".

 

 

 

 

„Mittendrin statt nur dabei“ – Meine Expertentalkrunde zu Wohnwünschen im Alter


(11. September 2017)
Die eine Wohnform fürs Leben im Alter gibt es nicht – die Wünsche und Ideen der Menschen sind individuell und vielfältig, genauso wie die Akteure, die vor Ort zur Umsetzung eine wichtige Rolle spielen. Wenn alle zusammen an einem Strang ziehen, ist die Erfüllung von Wohnträumen in greifbarer Nähe - das ist das Fazit meiner Expertentalkrunde in Poing, bei dir ich in einem vollgefüllten Saal mit rund 60 Interessierten aus dem Landkreis und einer Runde aus Expertinnen und Experten diskutierten durfte. Ideen gibt es bayernweit und auch im Landkreis Ebersberg viele, wie mit wem und in welchem Umfeld die Menschen das Alter verbringen wollen – die Umsetzung ist aber nicht immer ganz einfach. Der Wunsch nach barrierefreiem Wohnraum und langer Selbstständigkeit im Alter ist enorm, das erlebe ich regelmäßig in meinem Stimmkreisbüro. Ich finde: Wenn wir möchten, dass Ältere möglichst lange in ihren eigenen Wohnungen bleiben können, dann müssen wir dafür Sorge tragen, dass entsprechender Wohnraum entsteht!


Informierten über die vielfältigen Aspekte rund um alternative Wohnformen im Alter - Franziska Miroschnikoff (LandesSeniorenVertretung Bayern), Albert Hingerl (Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg), Sabine Wenng (Koordinierungsstelle Wohnen im Alter), Maria Sommer (Hausgemeinschaft 60+ Markt Schwaben) und Helmut Sloim (ARGE Poing „Am Bergfeld“) (v.l.n.r.)

Eine wichtige Anlaufstelle für alle, die von einer alternativen Wohnform wie beispielsweise einer Seniorenhausgemeinschaft oder einem Mehrgenerationenwohnmodell träumen, ist die „Koordinierungsstelle Wohnen im Alter“, bei der Sabine Wenng seit zehn Jahren als Beraterin tätig ist: „Der Trend beim Wohnen im Alter geht seit Jahren immer stärker zu gemeinschaftlichen, oftmals auch generationenübergreifenden Projekten, die sich aber je nach örtlichen Gegebenheiten und den Interessen der zukünftigen Bewohner unterscheiden.“ Bayernweit ein großes Problem sind aber, gerade in den Ballungsgebieten, fehlende Grundstücke: „Der Wille ist da, nur fehlt es an den Örtlichkeiten! Hier braucht es engagierte Kommunalpolitiker und Baugenossenschaften, die die Projekte unterstützen!“ Mit Helmut Sloim, Sprecher der ARGE Poing „Am Bergfeld“, und Albert Hingerl, erster Bürgermeister der Gemeinde Poing und Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Ebersberg, waren auch zwei Experten vertreten, die für eine sozial-orientierte Nutzung von vorhandenen Grundstücken warben. „Um den Bedarf decken zu können, braucht es aber weitere Mitstreiter.“ Franziska Miroschnikoff von der LandesSeniorenVertretung Bayern, der Dachorganisation der kommunalen Interessensvertretungen für Seniorenpolitik, war begeistert, was sich in Poing entwickelt. Es gehe absolut in die richtige Richtung, denn: „Seniorinnen und Senioren haben heute andere Ansprüche an ihr Alter(n) als früher – mit einer lauten Stimme vor Ort haben sie es schon vielerorts geschafft, die Kommunalpolitik für dieses Thema zu sensibilisieren und Veränderungen anzustoßen.“ Dass es für die Umsetzung von Wohnträumen nicht nur eine laute Stimme, sondern auch eigenes Engagement braucht, zeigte Maria Sommer auf, die Mitbegründerin der Hausgemeinschaft 60+ in Markt Schwaben: „Ein gemeinsames Wohnprojekt auf die Beine zu stellen, braucht Kraft, Ideenreichtum, ein gutes Miteinander und auch Geduld – zwischen der Idee und der Umsetzung vergeht viel Zeit!“


Großer Andrang in Poing – bei der offenen Diskussion am Ende diskutierten meine Gäste rege über die verschiedenen Aspekte beim Wohnen im Alter

Dass das Thema vielen unter den Nägeln brennt, zeigte die rege, offene Diskussion zum Ende der Veranstaltung, die sich um grundsätzliche Aspekte wie Fördermöglichkeiten verschiedener Einkommensgruppen, aber auch um individuelle Umsetzungshindernisse einzelner Interessierter drehte. Ich werde bei diesem Thema auch weiterhin hartnäckig bleiben und hoffe, dass die Veranstaltung nicht nur informiert und inspiriert hat, sondern auch Mut für mehr Projekte im Landkreis gemacht hat. Damit die ältere Generation auch weiterhin nach ihren Wünschen mittendrin statt nur dabei sein kann, dafür braucht es mehr Engagement – natürlich vor Ort in den Kommunen, aber auch seitens des Freistaats. Zum Beispiel durch mehr sozial-orientierte Konzepte bei der Grundstücksvergabe, ausreichend Fördergelder auch über die Mitte eines Jahres hinaus und die Stärkung und bessere finanzielle Förderung innovativer Konzepte im Bereich der Sozialplanung in den Kommunen. Seniorenwohnen muss künftig aus meiner Sich genauso mitgedacht werden wie der Bau einer Kita, oder der Schule. Denn egal wo ich hinkomme - die Nachfrage ist groß! Vor allem mit Blick auf den demografischen Wandel muss die Politik hier stärker in die Vorleistung gehen.

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