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Mobilität der Zukunft – für eine gute Anbindung des Landkreises in alle Richtungen

Verkehrschaos auf den Straßen im Landkreis, der öffentliche Nahverkehr am Limit, vor allem in den Stoßzeiten – das sind die Schlagzeilen, die vor allem Pendler und Berufsfahrer beschäftigen und immer wieder für Unmut sorgen. Es ist in meinen Augen dringend an der Zeit, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken – sowohl für den Personen-, als auch für den Güterverkehr. Denn von einer guten Anbindung des Landkreises Ebersberg an die Landeshauptstadt München und in Richtung Freilassing profitieren Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen. Diese Projekte müssen dringend in die Wege geleitet werden:

  • Zweigleisiger Ausbau der Strecke zwischen Grafing und Ebersberg. Dieses Nadelöhr muss endlich beseitigt werden, um ein unkompliziertes Weiterkommen zwischen den beiden Städten im Landkreis zu gewährleisten. Bislang ist die Strecke nur eingleisig im Wechsel befahrbar, für viele Menschen endet die Fahrt oftmals ungewollt in Grafing-Bahnhof. Gerade im Berufsverkehr ist das eine unzumutbare Situation.
  • Ausbau des S-Bahn-Netzes: Dazu gehören für mich zum einen die Anbindung der Messe München-Riem an das bestehende S-Bahnnetz und der 4gleisige Ausbau zwischen München-Ost und Markt Schwaben sowie zum anderen auch die Etablierung von „Querverbindungen“ zwischen den S-Bahn-Ästen, zum Beispiel zwischen der S2 nach Erding und der S4 nach Ebersberg. Damit wären der Landkreis-Norden und –Süden endlich besser aneinander angebunden. Wichtig ist auch eine Taktverdichtung. Der 20- bzw. 10-Minuten-Rhythmus muss die Regel, nicht die Ausnahme werden.
  • Barrierefreiheit im Bahnverkehr: Laut Sozialministerium sind bisher bayernweit gerade einmal 39 Prozent aller Bahnhöfe barrierefrei - nur fünf Prozent mehr als im Jahr 2014. Auch im Landkreis Ebersberg gibt es Handlungsbedarf, zum Beispiel an den Bahnhöfen Steinhöring, Markt Schwaben oder Aßling: In Steinhöring wurde kürzlich zwar der Bahnhof selbst umgebaut, die eingesetzten Züge sind damit aber nicht kompatibel, eine barrierefreie Reise endet somit am Bahnsteig. Auch in Aßling müssen Reisende auf echte Barrierefreiheit warten, denn die Staatsregierung fühlt sich nicht in der Pflicht, schnell zu handeln, da die Zahl der Reisenden zu gering sei. Für Markt Schwaben besteht die Hoffnung, dass die Umbaumaßnahmen 2018/19 durchgeführt werden – das ist in meinen Augen eine lange Wartezeit, die in den Bürgern, die auf barrierefreie Mobilität angewiesen sind, nicht länger vermittelbar sind.
  • Der vierspurige Ausbau des Streckenabschnittes zwischen Markt Schwaben und München-Riem. Bereits heute ist die Strecke aufgrund des laufenden Betriebs vollkommen ausgereizt. Durch die positiven Wirtschafts- und Wachstumsprognosen bei den Unternehmen im Chemiedreieck in der Region Inn-Salzach wird die Güter-Auslastung der Strecke weiter zunehmen – und der bestehende Engpass ab Markt Schwaben zusätzlich verstärkt werden, sodass es auch im Personenverkehr zu Beeinträchtigungen kommt.