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Beste Versorgung im Pflegefall – stärkere Unterstützung durch Beratungsstellen und Anbieter hauswirtschaftlicher Dienste!

Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahre im Landkreis Ebersberg hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen – 2013 lag ihr Anteil bei durchschnittlich 18,7 Prozent, in einigen Kommunen bereits heute bei über 20 Prozent. Bis 2035 ist eine Steigerung auf durchschnittlich rund 28 Prozent zu erwarten. Sie alle sollen im Alter so leben können, wie sie das möchten oder wie es ihren Bedürfnissen entspricht.

Gefragt nach den Wünschen für das Wohnen im Alter wurde in einer Befragung des Landkreises deutlich, dass die große Mehrheit ein Altern in den eigenen vier Wänden bevorzugt - allerdings sind lediglich 26,8 Prozent aller derzeit bewohnten Wohnungen geeignet, um im Fall einer Hilfe- oder Pflegebedürftigkeit gut leben zu können. Als Alternative zu den eigenen vier Wänden können sich 31,5 Prozent ein Altern im betreuten Wohnen vorstellen, 25 Prozent in alternativen Wohnformen. Damit sie gut leben können im Alltag, braucht es

  • verstärkte Anstrengungen beim Ausbau von betreutem Wohnen und alternativen Wohnformen – zum einen hinsichtlich der finanziellen Unterstützung von Bauvorhaben, zum anderen auch in konzeptioneller Hinsicht, um allen Interessierten alternative Wohnprojekte näher zu bringen
  • den Ausbau hauswirtschaftlicher Dienste: Diese unterstützen insbesondere Seniorinnen und Senioren sowie Pflegebedürftige in ihrem Alltag – sei es bei der Erfüllung der Haushaltsführung, bei der Fahrt zum Arzt oder beispielsweise bei der Unterstützung im Garten. In einigen Kommunen des Landkreises stehen diese und andere Dienstleistungen bereits zur Verfügung, doch im Großteil des Landkreises kann die Nachfrage durch die vorhandenen Angebote längst nicht mehr gedeckt werden.
  • gute Pflege im Landkreis: Stand 2016 sind im Landkreis Ebersberg knapp 2.500 zu Pflegende registriert, rund 1/3 nimmt eine ambulante Pflege in Anspruch. Damit sie und alle stationär Gepflegten eine qualitativ hochwertige, individuelle und menschenwürdige Umsorgung erhalten, braucht es auf Landesebene endlich eine Verbesserung der Rahmenbedingungen – von einer Aufwertung des Berufsstands, über die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung bis hin zur Festlegung eines verbindlichen Personalschlüssels.