Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr im Landkreis Ebersberg

v.l.n.r. Magnus Gfüllner, stv. Zugführer; Günter Felsmann, Ortsbeauftragter; Georg Nagler, Bürgermeister Moosinning SPD; Doris Rauscher, MdL SPD; Dominik Fehr, 2. Vorsitzender Ortsverband Markt Schwaben e.V.

25. Juni 2026

Man stelle sich vor es ist Hochwasser, Waldbrand oder Blackout und keiner kommt. Bei einer derartigen Ausnahmesituation ist jeder von uns froh, wenn schnellstmöglich geholfen wird.

Ist der Landkreis Ebersberg auf diese Ernstfälle ausreichend vorbereitet? Welchen Herausforderungen stehen die Blaulichtorganisationen und unsere Region gegenüber?

Zu diesen Fragen habe ich mich gemeinsam mit Georg Nagler, Bürgermeister von Moosinning aus dem Nachbarlandkreis Erding, bei einem Besuch beim Technischen Hilfswerk in Mark Schwaben aus.

Beim THW Markt Schwaben läuft es grundsätzlich gut, der Ortsverband ist mit ca. 100 Ehrenamtlichen bayernweit der 3. größte Ortsverband. Seine Nachwuchsarbeit ist über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und die Ehrenamtlichen sind bei Bedarf bundesweit im Einsatz.

Im Gespräch mit Günter Felsmann, Ortsbeauftragter in Markt Schwaben, wurde aber auch deutlich:

Große Probleme gibt es bei der Resilienz und dem Mitverantwortungsgefühl von Bürgerinnen und Bürgern.

Es läge in der Verantwortung der Bevölkerung, die ersten Tage, beispielsweise während eines Strom-Blackouts, weitgehend autark zu sein. Hier die ganze Verantwortung auf den Staat zu übertragen, wäre fatal. Das würde nicht funktionieren.

Der Bevölkerungsschutztag am 18. Juli 2026 im Landkreis Ebersberg ist ein erster Schritt, dem aber noch viele folgen müsse. Eine weitere Verantwortung sieht das THW beim Landratsamt, die Gemeinden mehr an die Hand zu nehmen. Es nütze nichts, wenn jede Gemeinde macht, was sie für richtig hält. Dafür muss es einen einheitlichen Leitfaden geben. Aber auch eine hohe Akzeptanz des THW’s in der Bevölkerung ist wichtig, denn wenn der Ernstfall eintritt, muss das THW richtig agieren können. Dafür muss geübt werden – und das bedeutet eben auch, dass es in den Zeiträumen von Übungen auch mal lauter werden kann.

Georg Nagler und mir war es mit diesem Vor-Ort-Termin ein Anliegen, die Wichtigkeit und das große Engagement der Ehrenamtlichen in Blaulichtorganisationen in den Fokus zu stellen. Denn gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir uns optimal auf einen möglichen Ernstfall vorbereiten und die kritische Infrastruktur schützen.

Die Fördergelder des Bundes wurden deutlich erhöht - dadurch kann man längerfristig planen und vorsorgen.

Das merkt man laut Günter Felsmann, auch beim THW Markt Schwaben und kann jetzt Aufträge für nächstes Jahr anstoßen. Dazu fährt man zweigleisig – jetzt kaufen was am Markt verfügbar ist und gleichzeitig alles Weitere schnellstmöglich beauftragen, denn bis 2029 soll Deutschland, laut Bundeswehr, wieder kriegstüchtig sein.

Gemeinsam mit meiner SPD-Landtagsfraktion setze ich mich für die Stärkung des Katastrophen- und Zivilschutzes in Bayern ein. Dazu setzen wir mit der Blaulichtwoche auch im Parlament ein sichtbares Zeichen.

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